Tierheimhunde

Kleine Hundekunde

Sie spielen mit dem Gedanken einen Hund aus dem Tierheim zu holen? Hier eine kleine Hundekunde für Intressenten.

Grundsätzlich gilt: der Umgang mit Hunden sollte freundlich, aber auch konsequent sein. Schmerzhafte Ausbildungsmethoden werden abgelehnt.

Viele Tierheimhunde haben Grundkommandos gelernt: Sitz, Platz, Hier , Fuß…..
Diese Hunde zeigen in der Regel gerne, was sie können, Es gibt ihnen Sicherheit, dass der andere Mensch an seiner Leine, etwas aus seinem früheren Leben weiß.
Ausnahme: oft können Tierheimhunde, die frisch im Tierheim sind, aufgrund des Stresses noch keine Kommandos ausführen, diese sollte man auch in Ruhe lassen.
Hunde, die aus dem Ausland zu uns kommen, kennen unsere Kommandos in der Regel nicht. Bitte daher ihm nicht 10mal ein Kommando zurufen, wenn er gar nicht weiß, was gemeint ist.
Die Gabe von Leckerli sollte sich auf die Belohnung von richtigem Verhalten beschränken. Die Hunde dürfen auf keinen Fall ’nur gefüttert‘ werden.
Viele unserer Hunde haben ihren Namen erst im Tierheim bekommen. Es ist daher verständlich, dass sie z.T. noch nicht darauf hören.
Es sollte versucht werden, mit jedem Hund auf dem Spaziergang immer wieder mal Kontakt aufzunehmen. Die Hund müssen oft erst wieder lernen, dass der Mensch an der Leine auch vertrauensvoll ist.
Belohnen von richtigem Verhalten sollte innerhalb von 2 Sekunden erfolgen! Mit Lobworten und Futterbelohnung. Streicheleinheiten sind in dieser Situation oft zweitrangig oder stören gar.


Streicheln über den Kopf: Wird als Lob gerne genommen, wenn der Hund neben uns steht. Steht der Hund uns gegenüber, empfinden es die meisten Hunde eher als unangenehm (Hundesprache = Bedrohung), daher bitte unterlassen!
Aufmerksamkeitssignale:
Der Hundename (wenn er ihn schon kennt) oder ein Lockgeräusch (z.B. Zungenschnalzen) sollten immer mit freundlichen Worten und Leckerli belohnt werden.
Wendet sich der Hund uns freiwillig zu, wird das auch mit freundlichem Lob unterstützt. Leckerli gibt es aber nur, wenn der Hund nicht aufdringlich bettelt!
Hochspringen: Sollte außerhalb der Zwinger nicht mehr zugelassen werden. Werden Sie angesprungen, hilft in der Regel ‚ein ruhiges Wegdrehen‘. Auf keinen Fall sollte der Hund gestreichelt werden oder gar ein Leckerli bekommen.
Ziehen an der Leine: Bitte lassen Sie sich nicht von einem wild zerrenden Hund durch die Gegend ziehen. Ein Leinenruck ist keine gute Lösung. Bleiben Sie als Antwort auf das Verhalten einfach konsequent stehen oder Wechseln Sie die Richtung. Gelobt wird der Hund, wenn er an lockerer Leine läuft. Die Übung ist einfacher, wenn der Hund sich schon lösen durfte und mit einer (ca. 3m) langen Leine ausgeführt wird.
Da es im Tierheim sehr viele Hunde gibt, ist die Tierheimleitung darauf angewiesen, das von den Gassigehern Information über die Hunde weitergegeben werden. Nur so kann eine vernünftige Beschreibung der Hunde erfolgen. Bitte geben Sie eine Information erst weiter, wenn Sie mindestens 3x mit dem Hund gelaufen sind.
Ausnahme: Auffälliges gefährliches oder ängstliches Verhalten, das zu Verletzungen oder zur Flucht des Hundes führen kann. Und natürlich Erkrankungen!
Verhaltensveränderungen während des Tierheimaufenthaltes, negative und ebenso die positiven, sollten ebenfalls dringend weitergegeben werden.

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