Stromsparen Energiesparen

Stromsparen Tipps Tricks um Energie zu sparen mit Beispielrechnungen

Die Energiekosten steigen von Jahr zu Jahr und verschlingen einen großen Teil der Einkünfte eines Haushalts. Im Jahre 2011 zahlt eine vierköpfige Familie mit einem jährlichen Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden ungefähr 70 Euro zusätzlich für den Stromverbrauch. Für die nächsten Jahre sind weitere Preissteigerungen der Stromanbieter zu erwarten. Doch mit einer bewussten Lebensführung und ein paar einfachen Tricks kann ein durchschnittlicher Haushalt in Deutschland bis zu 400 Euro pro Jahr sparen. Besonders im Alltag kann ein großer Teil des Stromverbrauchs durch ein besseres Bewusstsein im Umgang mit Strom, durch die Vermeidung von Stromverlust durch Leerläufe und durch die Umstellung auf energieeffiziente Geräte eingespart werden. Hierfür gibt es unkomplizierte Tipps der Stromanbieter, die ohne großen Aufwand sofort umgesetzt werden können.

Einsparpotential beim Stromanbieter

Zuallererst sollten Sie Ihren derzeitigen Stromanbieter unter die Lupe nehmen und Preise vergleichen. Gibt es in Ihrer Gegend vielleicht einen günstigeren Stromanbieter, der Sie beliefern kann? Dann sollten Sie zu diesem Stromanbieter wechseln. Heutzutage ist ein Wechsel schnell und unkompliziert – meist erledigt der neue Stromanbieter alle Formalitäten für Sie. Vergleichen Sie die verschiedenen Tarife der Stromanbieter, um die für Sie passende Lösung zu finden. Achten Sie beim Wechsel auch auf eventuelle Preisgarantien der Stromanbieter: Manche Stromanbieter garantieren, dass sich Ihre Preise bis zu einem gewissen Zeitpunkt nicht erhöhen werden. Dies kann für Sie eine große Einsparung bedeuten! Mittlerweile gibt es auch einige Stromanbieter, die Ihren Kunden eine Prämie versprechen, wenn eine bestimmte Menge an Strom eingespart wird. Daher lohnt es sich, Ihre Wohnung bzw. Ihr Haus genauer unter die Lupe zu nehmen, um Einsparpotential zu finden.


Einfache Tipps, um Strom zu sparen

Die erste Maßnahme lautet: Stromräuber aufspüren! Viele Elektrogeräte verbrauchen Strom auch in den Zeitspannen, in denen sie gar nicht benutzt werden. Diese Leerlaufverluste summieren sich laut der Stromanbieter alleine in Deutschland auf 4 Milliarden Euro pro Jahr. Darin sind alle Geräte eingeschlossen, die zwar scheinbar ausgeschaltet sind, jedoch immer noch Strom ziehen oder sich im Stand-by-Betrieb befinden.Ein einziger DVD-Player, der ständig auf Stand-by steht, verbraucht pro Jahr ungefähr zusätzlich 22 Euro – und das völlig unnötig. Verwenden Sie Steckerleisten, die sie mit einem Griff ausschalten können oder ziehen Sie im wahrsten Sinne des Wortes den Stecker. Die Stromanbieter haben eine einfache Formel entwickelt, wie Sie den Jahresverbrauch von Elektrogeräten berechen können: Watt x Zeit in Stunden x 365 Tage : 1000 = kwh/Jahr.

Ein weiterer großer Bereich, in dem Sie Strom sparen können, ist die Beleuchtung. Mit einer effizienten Beleuchtung können Sie bis zu 80 % Ihres Stromverbrauchs für Licht einsparen. Stellen Sie um auf Energiesparlampen! Sie sind wahre Stromsparmeister. Sie benötigen viel weniger Energie als normale Glühlampen, produzieren jedoch das gleiche Licht und halten 5 – 10 mal länger. Hierbei unterstützt Sie Ihr Stromanbieter mit passenden Broschüren und Infos.

Achten Sie darauf, die Räume nicht zu überheizen. Richtig gelüftete und beheizte Räume tragen einen großen Teil zur Energieeinsparung bei. Kurzes Stoßlüften bei weit geöffneten Fenstern und geschlossenem Heizkörperventil sorgt für nur geringe Energieverluste. Viele Stromanbieter bieten vergünstigten Nachtstrom an, mit dem Sie für einen Bruchteil der normalen Kosten heizen können. Fragen Sie bei Ihrem Stromanbieter nach, er ist Ihnen gerne behilflich!

Unterhaltungselektronik – die wahren Stromfresser

Computer sind besonders große Stromfresser. Schaffen Sie sich nur den Computer an, der auch wirklich zu Ihren Bedürfnissen passt. Wenn Sie z. B. keine aufwändigen Videospiele haben, reicht ein weniger leistungsstarker Computer völlig aus. Ein sparsamer Multimedia-PC kommt im Jahr auf ungefähr 88 Kilowattstunden, was Kosten von rund 17 Euro entspricht. Ein Spiele-PC benötigt im Gegensatz dazu 767 Kilowattstunden, wofür Ihnen Ihr Stromanbieter rund 151 Euro berechnet. Am günstigsten ist ein Laptop, der rund 70 % des Strombedarfs von einem herkömmlichen PC hat. Vergessen Sie nicht, den Energiesparmodus Ihres Computers zu aktivieren, so dass der PC bei Inaktivität automatisch auf Stand-by wechselt. In diesem Modus verbraucht er nur 1-4 Watt im Gegensatz zu 80 Watt im Betriebszustand. Je nach Einstellung können Sie bis zu 60 Euro im Jahr sparen. Auch beim Surfen im Internet können Sie bares Geld sparen. Die Netzinfrastruktur trägt einen großen Teil zum Stromverbrauch bei. Surfen Sie daher bewusst! Eine Google-Anfrage verbraucht beispielsweise ungefähr so viel Strom wie eine Energiesparlampe in einer Stunde.


Strom sparen im Haushalt

Auch im Haushalt können Sie mit ein paar Tricks ganz einfach Ihren Stromverbrauch reduzieren. Viele Stromanbieter veröffentlichen Tipps zu diesem Thema. Öffnen Sie Ihren Kühlschrank immer nur kurz. Stellen Sie Ihren Kühlschrank nicht neben Heizung oder Herd auf. Das Aufstellen von Kühlgeräten in kühler Umgebung spart Strom. Senken Sie die Raumtemperatur um ein Grad – Sie werden den Unterschied nicht bemerken und laut Stromanbieter sparen Sie so bei Gefriergeräten 3 % Strom und bei Kühlgeräten sogar 6 %. Auch beim Waschen können Sie pures Geld sparen. Je höher die Waschtemperatur, desto höher der Stromverbrauch. Verzichten Sie auf den Kochwaschgang und waschen Sie Ihre Wäsche nur bei 40 Grad anstatt bei 60 Grad. Versuchen Sie, bei jedem Waschgang Ihre Maschine voll zu beladen.

Vergessen Sie auch nicht, beim Backen und Kochen Strom zu sparen. Die wichtigste Voraussetzung für energiesparendes Kochen ist die Verwendung von geeignetem Kochgeschirr. Eine kleine Pfanne gehört nicht auf die größte Kochplatte – und umgekehrt. Als Faustregel gilt: Die benutzten Töpfe sollten max. 5 mm kleiner bzw. 10 mm größer als die Kochplatte sein. Achten Sie bei der Anschaffung von neuen Haushaltsgeräten auf das EU-Label und entscheiden Sie sich möglichst für ein A-Klasse-Gerät mit einem niedrigen Energieverbrauchswert. Das gleiche gilt für Geschirrspüler.

Sie sehen also, dass es viele Mittel und Wege gibt, um Strom zu sparen. Besuchen Sie ab und zu den Stromzähler, den Ihr Stromanbieter installiert hat und führen Sie Buch über den Zählerstand. So erleben Sie bei der Jahresabrechnung von Ihrem Stromanbieter keine bösen Überraschungen. Bei einer monatlichen Überprüfung erkennen Sie plötzliche Anstiege schneller und können rechtzeitig für Abhilfe sorgen. Ohne große Anstrengungen und Mühe können Sie im Jahr problemlos bis zu 30 % Ihres gesamten Stromverbrauches senken, ohne deswegen auf Komfort verzichten zu müssen. Nicht nur Ihr Portemonnaie wird sich freuen – Sie leisten auch einen wichtigen Beitrag für die Umwelt und für die Zukunft.

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